Der CFS-Index bildet die Urteile und Erwartungen von Schlüsselpersonen des Finanzstandortes Deutschland ab. Sein Ziel ist es, die jeweils aktuelle Stimmungslage zu Entwicklungschancen und -risiken des Finanzplatzes und deren Veränderung im Zeitverlauf zu erfassen.

Der Index wird seit Anfang 2007 erhoben. Während der Erhebung zunächst nur eine Befragung von Unternehmen und Institutionen aus der Rhein-Main-Region zugrunde lag, wurde die Umfrage Ende 2007 auf ganz Deutschland ausgeweitet. Die Panelteilnehmer werden in die Sektoren „Finanzinstitute“ und „Dienstleister“ unterteilt.

  • Finanzinstitute
    Als Nukleus des Finanzplatzes bilden Banken und Versicherungen sowie Investmentgesellschaften und verwandte Institutionen die erste Gruppe.
  • Dienstleister
    Um diesen Nukleus herum gruppieren sich unterschiedlich spezialisierte Dienstleistungsunternehmen, die für Finanzinstitutionen, aber auch für Unternehmen anderer Branchen tätig sind. Beispiele sind Rechtsanwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfer oder Nachrichtenagenturen.
    Weitere Teilnehmer dieser Gruppe sind Aufsichts- und Regulierungsbehörden wie z. B. die Deutsche Bundesbank oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie Interessenverbände und Bildungseinrichtungen.Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Unternehmen, die von Finanzplätzen wie Frankfurt oder München profitieren, wie z. B. Fluggesellschaften, Hotels, Luxus-Autohändler oder Catering-Unternehmen.

Details zur Indexberechnung

Ausblick

Das CFS strebt an, den CFS-Index als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung der Finanzindustrie in Deutschland zu etablieren. Dieser Wirtschaftszweig wird von anderen Indikatoren wie dem ifo-Geschäftsklimaindex oder den ZEW-Konjunkturerwartungen nicht erfasst, obwohl er sehr bedeutend für die deutsche Wirtschaftsentwicklung insgesamt ist.