Household Finance & Retail Banking

 

 

 

Koordinator:

Prof. Michael Haliassos, Ph.D.

 

Koordinator: N.N.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben private Haushalte in zunehmendem Maße in eine immer größere Bandbreite riskanter Finanz- und Sachwertanlagen investiert, wobei gleichzeitig das Niveau der Konsumentenkredite und der Kreditkartenverschuldung gestiegen ist. Die steigende Beteiligung an riskanten Finanzanlagen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie etwa auf den Aufwärtstrend der Aktivapreise in den 1990er Jahren, auf den demografischen Wandel und den damit verbundenen steigenden Druck auf Haushalte, eine stärkere Eigenvorsorge zu betreiben, auf Finanzinnovationen sowie auch auf gezielte Politikmaßnahmen, die über die Schaffung von Steueranreizen den Kauf von Produkten zur privaten Altersvorsorge fördern. Diese Erweiterung der Portfolios bringt Herausforderungen mit sich für den einzelnen Anleger, aber auch für Finanzindustrie, Politik und Regulierung.

Der CFS Forschungsbereich „Household Finance & Retail Banking“ untersucht, wie Haushalte mit unterschiedlichen Hintergründen und finanziellem Verständnis die Entscheidung treffen, welche Anlagen sie halten, welchen Anteil ihres Vermögens sie jeder Anlage widmen, wie sie Ausgaben durch Verschuldung finanzieren und wie sie unterschiedlich riskante Anlagetypen mit Verschuldung kombinieren. Wir analysieren die Rolle von Finanzkompetenz, Beratung und Regulierung; von sozialen Interaktionen, Vertrauen und Kultur; von Finanzinnovation und der Komplexität, das Finanzverhalten von Haushalten zu entwickeln. Darüber hinaus untersuchen wir die Möglichkeiten von Haushalten, über Finanzaktivitäten die vielfältigen Risiken, mit denen sie konfrontiert sind, abzufedern und ökonomisches Wohlbefinden zu erreichen.

Die Networking-Aktivitäten dieses CFS Forschungsbereichs haben dazu beigetragen, ein starkes europäisches Netzwerk von Forschern im Bereich Household Finance aufzubauen mit engen Verbindungen in die USA und sich entwickelnden Verbindungen nach Australien und Asien. Eine CFS Forschungskonferenz zu Household Finance im Jahr 2010 in Athen hat sich zur European Household Finance Conference entwickelt, die regelmäßig Wissenschaftler aller führenden Abteilungen in diesem Forschungsbereich in Europa involviert sowie von NBER in den USA. Das Netzwerk umfasst Institutionen wie EIEF (Rom), CSEF (Neapel), Said Business School (Oxford, UK), Swedish House of Finance, HEC Paris, London Business Schoo, Aalto University (Finnland) und das Imperial College London. Die Wissenschaftler des Netzwerks unterhalten einen fruchtbaren Austausch mit Zentralbanken und anderen privaten wie öffentlichen Finanzinstitutionen, vor allem mit dem Household Finance and Consumption Netzwerk der Europäischen Zentralbank.

Research Agenda 2014 - 2015

  • Cultural predispositions and household financial behavior
  • Financial literacy and the role of social interactions and peer influence
  • Keeping households out of financial trouble
  • Household financial behavior in times of crisis
  • Financial crisis, financial distress, and the potential for reforms

>> Working Papers on Household Finance & Retail Banking

>> Fellows of this area