Monographien

Frankfurt 1983

 

 

Aus dem Vorwort:

Die gesamtwirtschaftliche Liquidität wird nicht nur von dem Bankensektor inklusive der Bundesbank bestimmt, sondern zu einem mindestens ebenso großen Teil durch das Anlageverhalten der Nichtbanken. Anhand der neueingeführten Begriffe der "Liquiditätsposition" und des "Liquiditätspotentials" wird für die einzelnen Geldvermögensanlagen der Nichtbanken die Wirkung auf die Liquidität dargestellt. Es zeigt sich dabei, daß die Liquiditätsposition über konkret vorhandene, liquide Mittel und deren Veränderung Auskunft gibt, während das Liquiditätspotential in der Lage ist, die maximal erreichbaren Mittel zu erfassen und somit potentialorientiert ist. Die Darstellung der einzelnen Liquiditätswirkungen erfolgt beim Konzept der Liquiditätsposition enumerativ, d.h. für jede Anlageform einzeln. Für die Erfassung der Liquiditätswirkungen - wie sie sich nach dem Konzept des Liquiditätspotentials ergeben -wird ein geschlossenes Modell entwickelt, aus dem sich die jeweiligen Wirkungen herleiten lassen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Darstellungen von Liquidität, die vom Bankenverhalten und der Bundesbankpolitik ausgehen, werden in der vorgelegten Arbeit die Nichtbanken einschließlich der Finanzintermediäre wie Bausparkassen, Versicherungen etc. in den Mittelpunkt gestellt. Es zeigt sich, daß durch ihr Anlageverhalten die Liquidität entscheidend mitbestimmt werden kann. Für eine allgemeine Liquiditätspolitik heißt dies, daß das Anlageverhalten der Nichtbanken bei der Formulierung und Anwendung einer solchen Politik mit ins Kalkül einbezogen werden muß.

 

 

Veröffentlicht im Fritz Knapp Verlag, Frankfurt am Main. Dieser Band ist vergriffen, kann aber gerne in der Bibliothek des Center for Financial Studies eingesehen werden.