Chronik

1964

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt bringen Banken, vor allem Privatbankiers, und die Frankfurter Börse eine Spende für die Neugründung eines Forschungsinstitutes auf.

1966

Der Gründungsaufruf für ein Forschungsinstitut wird unterzeichnet. Getragen wird das Institut (auch heute noch) durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

1967

Das Institut für Kapitalmarktforschung wird als wissenschaftliches Institut an der Johann Wolfgang Goethe-Universität gegründet. Es wird getragen von der im gleichen Jahr ins Leben gerufenen Gesellschaft für Kapitalmarktforschung (e.V.). Es ist das erste Forschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland, das sich ausschließlich den Problemen des Kapitalmarktes widmet.

1968

Das Institut nimmt seine Arbeit auf. Seine Räume befinden sich anfangs in der Robert-Mayer-Str. 20, ab 1971 in der Sophienstr. 56 und ab 1989 in der Zeppelinallee 29. Prof. Karl Häuser (Goethe-Universität, Frankfurt, Lehrstuhl für Wirtschaftliche Staatswissenschaften) ist Leiter des Instituts. Daneben sind am Institut anfangs zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei Hilfskräfte und eine Halbtags-Sekretärin beschäftigt. Im Jahr 1968 wird die Veranstaltungsreihe "Aktuelle Probleme des Kapitalmarktes" gegründet. Zwei Schriftenreihen werden aus der Taufe gehoben "Kolloquien-Beiträge" und "Monographien". Die erste Forschungsarbeit gilt der Kapitalmarkt-Entwicklung seit 1957. Danach folgen Arbeiten zur Besteuerung von Kapitalerträgen, zur Renditeparadoxie (Aktien versus Renten), zur Geldmarktabhängigkeit des Kapitalmarkts, zur Finanzmarktproblematik u.a.m.

1986

Prof. Karl Häuser emeritiert und widmet sich verstärkt seiner Aufgabe als Direktor des Instituts.

1992

Prof. Karl Häuser scheidet als Direktor des Instituts aus. Prof. Bernd Rudolph und Prof. Wolfgang Gebauer (beide Goethe-Universität, Frankfurt) werden zu Direktoren des Instituts bestellt. Mit Prof. Rudolph tritt ein Betriebswirt in die Leitung des Instituts ein. Die Forschungsaktivitäten können dadurch gezielt an der Nahtstelle zwischen BWL (Finanzen) und VWL (Geld und Währung) ansetzen. Die Schriftenreihe "Beiträge zur Theorie der Finanzmärkte" wird gegründet.

1993

Prof. Bernd Rudolph wechselt an die Universität München, bleibt jedoch in der Leitung des Instituts.

1995

Prof. Wolfgang Gebauer scheidet aus dem Institut aus. Prof. Jan Pieter Krahnen wechselt von der Universität Gießen an die Goethe-Universität Frankfurt und wird gleichzeitig Direktor des Instituts für Kapitalmarktforschung. Es bildet sich ein Volkswirte-Arbeitskreis, der für die Erweiterung des Instituts auch hinsichtlich des Bereiches der Weiterbildung eintritt.

1996

Das Institut für Kapitalmarktforschung erhält den Namenszusatz "Center for Financial Studies", womit der zunehmend internationalen Ausrichtung der Forschungsaktivitäten Ausdruck verliehen wird. Die erste Forschungskonferenz wird organisiert und ausgerichtet. Außerdem wird die CFS-Weiterbildung gegründet. Aufgabe ist die Qualifizierung und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften aus der Finanzindustrie. Die finanzielle Basis des Instituts kann dank der Unterstützung der Mitglieder der Gesellschaft für Kapitalmarktforschung entscheidend vergrößert werden. Es startet ein erstes Netzwerk-Programm zum Thema "Kreditrisikomanagement deutscher Banken" unter Mitwirkung der wichtigsten deutschen Geschäftsbanken.

Der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank Karl Otto Pöhl wird Präsident des CFS.

1997

Umzug in die Räume der Landeszentralbank in Hessen, Taunusanlage 6. Dr. Karlheinz Schwuchow übernimmt die Geschäftsführung der Weiterbildung. Die Working Paper-Reihe des CFS wird gegründet. Die erste Ausgabe der CFS News erscheint.

1998

Prof. Rudolph scheidet aus dem Institut aus. Ende 1998 kommt Prof. Axel A. Weber von der Universität Bonn an die Goethe-Universität Frankfurt und wird neben Prof. Krahnen Direktor des Instituts. Damit erweitert sich der Forschungsbereich "Finanzmärkte und Finanzintermediäre" um den Bereich der Monetären Ökonomie. Auch werden die Vortragsreihen des Centers erweitert.

2000

Die Bereiche Forschung und Weiterbildung werden organisatorisch zusammengeführt. Die Geschäftsführung beider Bereiche übernimmt Dr. Antje Becker. Das CFS wird deutscher Partner im Forschungsnetzwerk der europäischen Union "Understanding Financial Architecture: Legal and Political Frameworks and Economic Efficiency" und "The Analysis of International Capital Markets: Understanding Europe's Role in the Global Economy".

2001

Das Center for Financial Studies - Institut für Kapitalmarktforschung heißt nun nur noch Center for Financial Studies. Diese Namensänderung soll eine sichtbare Verbindung aller Aktivitäten des CFS verwirklichen, welche mit dem ursprünglichen Doppelnamen in der Außenwelt nicht immer wahrgenommen wurde. Zudem trägt der neue Name der zunehmenden internationalen Ausrichtung und Sichtbarkeit Rechnung.

2002

Zum Jahresbeginn startet das CFS zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Netzwerkinitiative "Capital Markets and Financial Integration in Europe". Beteiligt sind Forscher der EZB, des Systems der europäischen Zentralbanken sowie Wissenschaftler von Universitäten und Forschungseinrichtungen aus ganz Europa.

Prof. Axel A. Weber wird in den Sachverständigenrat berufen und wechselt an die Universität Köln. Er tritt am 28. Februar als Direktor der Gesellschaft für Kapitalmarktforschung e.V. zurück, bleibt dem CFS jedoch weiterhin mit gemeinsamen Forschungsaktivitäten verbunden.

Das neue Konzept des Forschungsbereichs sieht eine Integration von bis zu sieben Programmdirektoren vor, die innerhalb der bereits feststehenden inhaltlichen Ausrichtung die eigenständige Leitung einzelner Programmbereiche übernehmen. Prof. Jan P. Krahnen übernimmt den Programmbereich "Credit Management and Credit Markets", Prof. Stefan Mittnik (Universität Kiel) den Programmbereich "Risk Management", Prof. Mark Wahrenburg und Prof. Uwe Walz (beide Goethe-Universität) den Programmbereich "Venture Capital & the New Markets" und Prof. Volker Wieland (Goethe-Universität) den Programmbereich "Central Banking and Monetary Economics".

2003

Die Center for Financial Studies-Stiftung wird gegründet. Prof. Volker Wieland wird neben Prof. Jan P. Krahnen Direktor des CFS. Prof. Michael Binder (Goethe-Universität, Frankfurt) übernimmt als Programmdirektor den Programmbereich "International Economics".

2005

Christian Laux (Goethe-Universität Frankfurt) wird Programmdirekter für “Insurance and Risk Transfer” und Michael Haliassos (ebenfalls Goethe-Universität) für “Household Wealth Management”.

Das Center for Financial Studies (CFS) und die Goethe-Universität verleihen erstmalig den “Deutsche Bank Prize in Financial Economics”. Der Preisträger ist Eugene F. Fama, Professor für Finanzen an der University of Chicago Graduate School of Business. 

Das Center for Financial Studies zieht in neue Räumlichkeiten an der Universität Frankfurt.

2006

Otmar Issing wird zum neuen Präsidenten des CFS gewählt.

2008

Zusammen mit mehreren anderen Instituten zieht das Center for Financial Studies in das neu errichtete House of Finance

2009

Prof. Wieland tritt mit Ende seines Vertrages als Direktor zurück. Er wird jedoch seine Arbeit als Programmdirektor des Forschungsprogramms „Central Banking and Monetary Economics“ am CFS fortführen.

2010

Prof. Michael Haliassos (bis Ende 2015) und Prof. Uwe Walz (beide Goethe-Universität Frankfurt) werden zu Direktoren des Center for Financial Studies bestellt.

2013

Center for Financial Studies und Goethe-Universität Frankfurt eröffnen das Forschungszentrum SAFE. Das Center mit Sitz im House of Finance der Goethe-Universität wird von der hessischen Exzellenzinitiative LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) gefördert. Insgesamt ist eine Laufzeit von sechs Jahren beantragt. Die Direktoren des CFS fungieren auch als Direktoren von SAFE.