Die wundersame Geldvermehrung: Staatsverschuldung, Negativzinsen, Inflation

05 April 2022
17:00  - 18:30

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, ehem. Präsident des ifo Instituts, Emeritus an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Kommentar:

Prof. Dr. Dr. h. c. Lars P. Feld, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Direktor des Walter Eucken Instituts in Freiburg im Breisgau

Moderation:

Prof. Dr. Rainer Klump, CFS-Direktor und Goethe-Universität

 

Die Schuldenquoten haben sich bei wichtigen Euroländern zwischen 2008 und 2021 verdoppelt, die Geldmenge hat sich versiebenfacht. Die Zinsen befinden sich seit vielen Jahren auf einem historisch niedrigen Niveau. Auf diese Situation trifft ein durch die Pandemie bedingter Angebotsschock, der nun noch durch den Krieg in der Ukraine verstärkt wird.  Inzwischen ist die Inflation mit großer Macht unterwegs. Die Preissteigerung der gewerblichen Erzeugerpreise ist höher als je zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik und liegt sogar um mehr als 10 Prozentpunkte über dem Maximum der  Ölkrisen in den siebziger Jahren.


Welche Folgerungen muss die Geldpolitik ziehen, damit Geldwertstabilität gewährleistet, Zusammenhalt und Wohlstand des Euroraums gesichert bleiben? Soll die EZB nur handeln, wenn sie die Inflation selbst verursacht hat, oder soll sie die gesamtwirtschaftliche Nachfrage auch in der Stagflation bremsen?

 

 

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