Beiträge zur Theorie der Finanzmärkte

Frankfurt 1992

 

 

From the preface (only available in German):

Die EG-Eigenmittelrichtlinie, die zur Harmonisierung des bankaufsichtlichen Eigenkapitalbegriffs auf europäischer Ebene beitragen soll, ist bis Januar 1993 in nationales Recht zu transformieren. Die Richtlinie hat in Deutschland eine kontrovers geführte Diskussion über die Anerkennung einzelner Eigenkapitalsurrogate als im Kernkapital bzw. als ergänzendes Kapital anrechenbare Eigenmittel der Kreditinstitute ausgelöst. Eine im Rahmen dieser Surrogate in Deutschland weniger behandelte Alternative stellen die nachrangigen Verbindlichkeiten dar, die in allen europäischen Nachbarländern und den USA einen etablierten Platz im Kanon der ergänzenden Mittel gefunden haben. Die Arbeit von Herrn Panowitz untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen solche nachrangigen Verbindlichkeiten (Subordinated Debt) aus den Blickwinkel des Kreditwesengesetzes als Eigenkapitalbestandteil in das Bankaufsichtsrecht eingebunden werden können. Ansatzpunkt für die Beurteilung ist neben einer theoretischen Analyse der Kriterienkatalog der Studienkommission "Grundsatzfragen der Kreditwirtschaft", der um neuere Argumentationsmuster ergänzt wird. Der Verfasser bleibt aber nicht bei der allgemeinen Beurteilung, sondern erarbeitet konkrete Lösungsvorschläge, beispielsweise zur Frage der Anschlussfinanzierung oder der nachrangigen Verbindlichkeit in einer Fremdwährung. Damit kann die Arbeit als wichtigster Beitrag zu einer fundierten Auseinandersetzung mit dem deutschen Gesetzesvorschlag angesehen werden, der nach Ansicht des Verfassers nur in wenigen Punkten den notwendigen Anforderungen entspricht.

 

A copy of this brochure can be obtained at the Center for Financial Studies.