Beiträge zur Theorie der Finanzmärkte

Frankfurt 1994

 

 

From the preface (only available in German):

Ein kritisches Anwendungsproblem der Portfolio-Theorie besteht in der konsistenten und validen Schätzung der zukünftigen Erwartungswerte, Varianzen und Kovarianzen der Aktienrenditen. Insbesondere die Schätzung der Erwartungswerte der Renditen von Aktien erweist sich als überaus schwierig. Schätzfehler bei den Erwartungswerten der Renditen haben zudem im Vergleich zu Schätzfehlern in der Kovarianzmatrix den größeren Einfluss auf die Zusammensetzung der optimalen Portfolios. Zur Ermittlung des varianzminimalen Portfolios ist dagegen eine Bestimmung der erwarteten Renditen nicht nötig. Empirische Untersuchungen für den US-amerikanischen und deutschen Aktienmarktes zeigen darüber hinaus, dass risikominimale Portfolio-Stategien nicht nur leichter zu realisieren sind sogar eine bessere Performance aufweisen als Portfoliostrategien, die auf die Duplizierung von Marktindizes gerichtet sind. Für den deutschen Markt liegen bisher nur widersprüchliche Untersuchungen vor, die darauf schließen lassen, dass die Überlegenheit varianzminimaler Portfolios nur in bestimmten Marktphasen gegeben ist. Herr Moftakhar analysiert auf Basis dieser theoretischen und empirischen Ausgangssituation verschiedene varianzminimale und risikoreichere Anlagestrategien bei verschiedenen Anlagerestriktionen für unterschiedliche Schätzperioden im Vergleich mit vier verschiedenen deutschen Aktienindizes für den Zeitraum 1979-1991. Der Autor kann mit seiner detaillierten Untersuchung bestätigen, dass risikominimale Anlagestrategien unabhängig vom Untersuchungszeitraum höhere Renditen erzielen als di untersuchten Aktienindizes. Teilweise erweist sich sogar die naive Diversifikation überlegen, die durch Marktindizes vorgegeben ist.

 

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